
NEW YORK, 03. Dezember (RIA Novosti). Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien wird laut seinem Präsidenten Patrick Robinson frühestens im Februar 2014 seine Arbeit abschließen können.
Die erwartete Verzögerung sei darauf zurückzuführen, dass der Prozess gegen den früheren bosnischen Serbenführer Radovan Karadzic lange dauern werde und dem Urteil offenbar eine Berufung folge, so Robinson am Donnerstag in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates.
Eigentlich hätte das Jugoslawien-Tribunal alle Verfahren in erster Instanz bis Ende 2008 abschließen sollen. Dann wurden seine Vollmachten jedoch bis Ende 2010 bzw. dem Abschluss aller gestarteten Prozesse verlängert.
Die nächste Sitzung im Völkermord-Prozess gegen Karadzic soll am 1. März 2010 stattfinden.