Ausland
EU gibt Iran sieben Wochen für Rückkehr an Verhandlungstisch
BRÜSSEL, 11. Dezember (RIA Novosti). Die Europäische Union wird strengere Sanktionen gegen Iran verhängen, wenn die iranische Regierung sich in den nächsten sieben Wochen nicht an den Verhandlungstisch mit den EU-Ländern setzt.
Das hat RIA Novosti aus diplomatischen Quellen am Rande des zweitägigen EU-Gipfels in Brüssel erfahren.
In der Tagung am Dienstag haben die Außenminister der 27 EU-Länder in Brüssel ihre Besorgnis darüber geäußert, dass es keine Fortschritte bei den Verhandlungen zu dem iranischen Atomprogramm gibt. In einer gemeinsamen Erklärung, die von den Außenministern gebilligt wurde, schlossen die EU-Länder die Möglichkeit nicht aus, dass sie "entsprechende Maßnahmen" treffen werden, wenn die iranischen Behörden die Verhandlungen auch weiter blockieren.
Am 29. November erklärte die iranische Seite ihre Absicht, zehn neue Betriebe für Urananreicherung zu bauen. Die Regierung der Islamischen Republik Iran hat die iranische Atombehörde beauftragt, sofort mit dem Bau von fünf neuen Fabriken zu beginnen. In den nächsten zwei Monaten soll die Errichtung von fünf weiteren Fabriken in Angriff genommen werden.
Das hat Im Westen große Besorgnis ausgelöst, da er befürchtet, dass Iran unter dem Deckmantel friedlicher Atomnutzung Atomwaffen entwickelt.
Nach dem iranischen Beschluss über den Bau von zehn neuen Urananreicherungsfabriken erklärten die westlichen Länder, dass neue Sanktionen gegen Iran notwendig sind.
Russland vertritt nach wie vor die Meinung, dass Sanktionen kein effektives Mittel sind, um Iran zu beeinflussen, und dass die Möglichkeiten der Sechser-Verhandlungen noch nicht ausgeschöpft sind. Die Verhandlungsteilnehmer müssen nur mehr Ausdauer auf der Suche nach einem Kompromiss an den Tag legen.

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