Ausland
Russland will Entwicklungsländer zum Klimaschutz heranziehen
Thema: Klimakonferenz in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen
KOPENHAGEN, 18. Dezember (RIA Novosti). Russland will erreichen, dass sich auch die ökonomisch entwickelnden Länder an der Bekämpfung der globalen Klimaerwärmung beteiligen.
Die Verhandlungen im Rahmen der Klimakonferenz in Kopenhagen waren wegen Differenzen zwischen den Industrienationen und den Entwicklungsländern in eine Sackgasse geraten.
Die Bekämpfung der globalen Klimaerwärmung erfordert die Mitwirkung aller, auch der sich ökonomisch entwickelnden Länder. Diese Auffassung vertrat der russische Minister für Naturressourcen, Juri Trutnew, am Freitag auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen.
Ihm zufolge gilt das im Jahr 2012 ablaufende Kyoto-Protokoll nicht für alle größten Emittenten von Treibhausgas. Das Protokoll müsse durch ein neues Dokument ersetzt werden, das die neuen Realitäten, neue Verpflichtungen zur Einschränkung der Emissionen, neue Mechanismen für die Erfüllung dieser Verpflichtungen sowie neue Mechanismen und Dimensionen der Finanzierung bzw. Unterstützung der Entwicklungsländer beinhalten solle.
Laut Trutnew begrüßt Russland die Bemühungen aller Länder darum und sieht darin den Hauptansatz für neue Vereinbarungen.
Russland hat bereits einen eindrucksvollen Beitrag zur Erfüllung der Abkommen von Kyoto geleistet, so Trutnew. „Rund die Hälfte der weltweiten Reduzierung des CO2-Ausstoßes entfällt auf Russland.“
Darüber hinaus hätten die russischen Behörden mehrere Beschlüsse zur Emissionsreduzierung gefasst, so Trutnew. Er nannte in diesem Zusammenhang die Entscheidungen der Regierung über die Vergrößerung des Anteils regenerierbarer Energiequellen auf das Fünffache bis zum Jahr 2020 sowie zur Senkung der Energieintensität des BIP um 40 Prozent auf den Stand von 2007. Laut dem Minister ist die Energieintensität des BIP zwischen den Jahren 2000 und 2007 um fast 30 Prozent verringert worden. Trutnew erwähnte auch die vom russischen Präsidenten Dmitri Medwedew beschlossene Klima-Doktrin, die die Innen- und die Außenpolitik des Landes in diesem Bereich festlegt.
Die Teilnehmer der am 7. Dezember eröffneten Klimakonferenz hoffen, am heutigen Sitzungstag maßgebende Entscheidungen zu treffen.

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