
MOSKAU, 21. Januar (RIA Novosti). Der ehemalige bosnische Serbenführer Radovan Karadzic hat gegen seinen vom Jugoslawien-Tribunal bestellten britischen Pflichtverteidiger Einspruch eingelegt.
Serbischen Medienberichten vom Donnerstag zufolge fordert der wegen Kriegsverbrechen angeklagte Karadzic in seinem am Mittwoch eingelegten Einspruch, ihm einen Bosnier oder einen Serben als Verteidiger zuzuweisen. Karadzic wolle nicht mit einem Anwalt zusammenarbeiten, dem er nicht vertrauen könne.
Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien hatte im November den britischen Anwalt Richard Harvey als Pflichtverteidiger für Karadzic bestellt. Nach Angaben der serbischen Nachrichtenagentur Tanjug hatte Harvey zuvor Kosovo-Albaner in Prozessen um Kriegsverbrechen im Kosovo verteidigt.
Die nächste Gerichtsverhandlung im Prozess gegen Karadzic soll am 1. März stattfinden. Karadzic wird insbesondere Genozid an Muslimen während des Bosnien-Krieges vorgeworfen.
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