
MOSKAU, 26. Januar (RIA Novosti). Nordkorea hat die Häfen des Gelben Meeres für die Schifffahrt voraussichtlicht für Tests von Kurzstreckenraketen geschlossen.
Das teilte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap mit.
„Nordkorea verkündete die Schließung der Häfen im Westlichen (Gelben) Meer. Wir verfolgen aufmerksam, ob das nicht mit den Plänen zum Start von Kurzstreckenraketen zusammenhängt“, zitiert die Agentur einen Vertreter aus Militärkreisen.
Wie Beobachter betonen, testet Nordkorea regelmäßig bei Übungen Raketen für Seeziele. Im Zusammenhang mit der Entwicklung von Atomwaffen und Raketen in Nordkorea verfolgen die Nachbarländer das Geschehen mit Besorgnis.
Südkorea macht besonders darauf aufmerksam, dass sich die Einschränkung der Schifffahrt auf den Raum nahe der Insel Baengnyeongdo bezieht, die die Republik Korea als ihr Territorium betrachtet und wo es im vorigen November zu einem bewaffneten Zusammenstoß zwischen Schiffen von Süd- und Nordkorea gekommen war.
Derartige Zusammenstöße hatte es auch in der Vergangenheit gegeben. Denn Pjöngjang erkennt die sogenannte nördliche Trennlinie im Gelben Meer nicht an, die nach dem Korea-Krieg 1950-1953 einseitig gezogen worden war.
Im Jahr 2007 einigten sich die Regierungen der beiden koreanischen Staaten darauf, die umstrittenen Gewässer in eine Zone von Frieden und Zusammenarbeit umzuwandeln. Aber die nächste Regierung in Seoul, die 2008 an die Macht kam, hob den früheren Kurs auf die Annäherung mit Nordkorea und die von der früheren Regierung unterzeichneten Abkommen auf.
Nach Angaben von Yonhap sind bisher keine besonderen Verlegungen der nordkoreanischen Streitkräfte im Gelben Meer bemerkbar.