Ausland
Welt begeht internationalen Gedenktag für Holocaust-Opfer
MOSKAU, 27. Januar (RIA Novosti). Der internationale Gedenktag für die Holocaust-Opfer wird am heutigen Mittwoch zum 5. Mal begangen.
Am 27. Januar 1945 hatte die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz, die größte "Todesfabrik" in der Geschichte der Menschheit, befreit.
Am 1. November 2005 beschloss die UNO-Vollversammlung eine Resolution, mit der der 27. Januar zum Internationalen Gedenktag für die Holocaust-Opfer ernannt wurde. Die Resolution war von Israel, Kanada, Australien, Russland, der Ukraine und den USA initiiert worden. Mehr als 90 Staaten nahmen am Verfassen der Resolution teil.
Der Begriff Holocaust kommt vom altgriechischen holocaustosis ("Brandopfer") und wird in der zeitgenössischen Fachliteratur und Publizistik für die Nazi-Politik der Judenvernichtung in den Jahren 1933 bis 1945 verwendet. Er wurde vom Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel zur Bezeichnung der Gaskammern und Krematorien in den Vernichtungslagern erstmals gebraucht.
Nach der Weltpremiere der amerikanischen Fernsehserie "Holocaust" im Jahre 1978 wurde dieses Wort zum international geläufigen Begriff.
Im KZ Auschwitz-Birkenau auf dem Territorium Polens wurden laut den beim Nürnberger Prozess vorgelegten Dokumenten etwa 2,8 Millionen Menschen getötet, von denen 90 Prozent Juden waren.

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