Ausland
Iran beginnt mit Urananreicherung auf 20 Prozent
Thema: Atomstreit mit Iran
MOSKAU, 08. Februar (RIA Novosti). Der Iran wird am heutigen Montag die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) über die Aufnahme der Arbeiten an der Urananreicherung auf 20 Prozent in Kenntnis setzen und am Dienstag mit der Produktion von angereichertem Uran im Werk in Natans beginnen.
Das teilte Ali Akbar Salechi, Leiter der Atomenergieorganisation der Islamischen Republik Iran, mit.
Am Sonntag erteilte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad Salechi die Anweisung, mit der Urananreicherung auf 20 Prozent zu beginnen.
Der Iran verfügt über 1,5 Tonnen niedrig angereicherten Urans, das auf 20 Prozent nachgereichert werden soll, damit der Forschungsreaktor funktionieren kann.
Zuvor hatten die IAEO und die sechs internationalen Unterhändler zum Iran (die fünf UN-Veto-Mächte plus Deutschland) Teheran vorgeschlagen, niedrig angereichertes Uran gegen nachgereichertes auszutauschen.
Teheran verkündete auch den Wunsch, im Iran zehn neue Werke für Urananreicherung zu bauen.
Der IAEO-Gouverneursrat verabschiedete am 27. November vorigen Jahres mit Stimmenmehrheit, einschließlich der Stimme Russlands, eine Resolution. In dieser Resolution verurteilte er den Iran für den Bau des zweiten Werkes für Urananreicherung Fordu nahe der Stadt Qom (100 km südlich von der Hauptstadt).
Auch wurde Teheran aufgerufen, zu bestätigen, dass keine Entscheidungen über den Bau anderer Atomanlagen getroffen worden wären, über die die IAEO nicht informiert sei.

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