
ROM, 08. Februar (RIA Novosti). Italien setzt sich für eine Fortsetzung der Genfer Verhandlungen über die Sicherheit und Stabilität in Transkaukasien ein.
Außenminister Franko Frattini zufolge kann Italien eine wichtige Rolle dabei spielen.
Die Genfer Verhandlungen, an denen Delegationen aus Abchasien, Südossetien, Russland, Georgien und den USA sowie Vertreter der OSZE, UNO und EU teilnehmen, laufen seit Oktober 2008. Das nächste Treffen ist für den 30. März vorgesehen.
Das jüngste Treffen in Genf zum Transkaukasien-Problem hatte am 28. Januar stattgefunden.
Auf einer Pressekonferenz zu den Ergebnissen seines Treffens mit dem georgischen Außenminister Grigol Waschadse in Rom sagte Frattini am Montag, dass die Genfer Verhandlungen weiter laufen müssen. Es sei "notwendig, Georgien zu beruhigen ohne gegen die Russische Föderation zu handeln".
Italien könne dabei eine wichtige Rolle spielen, wenn man seine "historische Freundschaft mit Georgien" und "die hervorragenden bilateralen Beziehungen zu Russland" berücksichtigt, so der italienische Diplomat.
Allerdings fügte er gleich an, dass Rom das Prinzip der territorialen Integrität in Bezug auf Georgien völlig unterstütze.
Die neunte Runde der Genfer Verhandlungen über Transkaukasiens Sicherheit konzentrierte sich am 28. Januar nach Angaben des russischen Außenministeriums vor allem auf die Notwendigkeit, feste Garantien für Abchasiens und Südossetiens Sicherheit im Einklang mit den Vereinbarungen des russischen Staatschefs Dmitri Medwedew und seines französischen Amtskollegen Nicolas Sarkozy auszuarbeiten.
Die Verhandlungsteilnehmer haben unter diesem Aspekt mehrere Varianten eines Abkommens über den Verzicht auf Gewaltanwendung in den Beziehungen zwischen Georgien, Abchasien und Südossetien erwogen.
Nach dem im August 2008 von Georgien entfesselten Fünf-Tage-Krieg in Südossetien hatte Moskau die von Georgien abtrünnigen Provinzen Südossetien und Abchasien als unabhängige Staaten anerkannt. Die Regierung in Tiflis spricht dagegen von einer russischen Aggression und Okkupation.