Ausland
IAEO warnt Iran vor weiterer Uran-Nachreicherung (Zusammenfassung)
Thema: Atomstreit mit Iran
MOSKAU, 08. Februar (RIA Novosti). Die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) hat den Iran vor der Aufnahme der weiteren Urananreicherung gewarnt.
Das Nachreichern von Spaltmaterial auf 20 Prozent könnte die geplante Unterzeichnung eines Vertrages zwischen Teheran und den sechs Iran-Vermittlern torpedieren, teilte die Behörde am Montag nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters mit. Zur Vermittlergruppe gehören fünf ständige Mitglieder der Weltsicherheitsrates (China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA) sowie Deutschland. Bei den Verhandlungen mit dem Iran hatten die IAEO und die Sechsergruppe Teheran vorgeschlagen, niedrig angereichertes Uran gegen hochangereichertes zu tauschen.
Am Montag hatte Teheran die IAEO offiziell von seiner Absicht in Kenntnis gesetzt, Uran auf 20 Prozent selber nachzureichern. Eine entsprechende Anordnung sei nach Angaben der Nachrichtenagentur France Presse von Präsident Mahmud Ahmadinedschad unterzeichnet worden.
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der russischen Staatsduma, Konstantin Kossatschew, wies am Montag in Moskau darauf hin, dass Wirtschaftssanktionen gegen Teheran härter werden könnten, sollte der Iran sein Uran auf 20 Prozent anzureichern beginnen. "Die internationale Gemeinschaft wird die Position des Iran nicht unterstützen", sagte der russische Parlamentarier.
"Die Weltgemeinschaft soll dem Iran ein hartes konsolidiertes Signal senden, dass die jüngste Entscheidung Teherans unannehmbar sei. Diese Entscheidung ist ein Schritt zurück", sagte Kossatschew.
Der Iran besitzt rund 1,5 Tonnen niedrig angereichertes Uran, das auf 20 Prozent nachgereichert werden soll. Aus neuem Material soll dann Atombrennstoff für einen Forschungsreaktor in Teheran hergestellt werden.

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