RIA Novosti

Moskau weist auf Kriegsgefahr wegen Teherans Atomprogramm hin

13:09 09/02/2010

Nach dem von Teheran verkündeten Produktionsstart von hoch angereichertem Uran weist der russische Sicherheitsratchef auf bestehende Zweifel über die friedliche Ausrichtung des iranischen Atomprogramms und sogar auf eine Kriegsgefahr hin.

MOSKAU, 09. Februar (RIA Novosti). Nach dem von Teheran verkündeten Produktionsstart von hoch angereichertem Uran weist der russische Sicherheitsratchef Nikolai Patruschew auf bestehende Zweifel über die friedliche Ausrichtung des iranischen Atomprogramms und sogar auf eine Kriegsgefahr hin.

„Der Iran behauptet, keine Atomwaffen entwickeln zu wollen. Seine Aktivitäten, darunter der Produktionsstart von 20-prozentig angereichertem Uran, stoßen bei anderen Ländern jedoch auf begründetes Bedenken“, sagte Patruschew am Dienstag auf einer RIA-Novosti-Pressekonferenz. Kurz davor zitierte der iranische Sender Press TV den Chef der nationalen Atombehörde, Ali-Akbar Salehi, mit den Worten, in Natanz habe am Dienstag die Uran-Anreicherung auf 20 Prozent begonnen.

Dem Kreml lägen vorerst keine vollständigen Angaben zum Start dieses neuen iranischen Uran-Programms vor, so Patruschew weiter. Teheran müsse mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) „offen kooperieren“, um eine friedliche Ausrichtung seines Atomprogramms zu belegen.

„Es ist sehr wichtig, einen Krieg zu verhindern. Die Kriegsgefahr besteht jedoch theoretisch, einige Länder schließen einen Militäreinsatz nicht aus“, betonte Patruschew.

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