Ausland
Moskau hält Tokios Propaganda von Gebietsansprüchen für nicht produktiv
MOSKAU, 09. Februar (RIA Novosti). Die Kundgebungen, an denen Japans Regierungsmitglieder teilnehmen und wo Gebietsansprüche an Russland artikuliert werden, sind für die Entwicklung gutnachbarlicher Beziehungen zwischen beiden Ländern nicht förderlich.
Das geht aus einer Mitteilung des russischen Außenministeriums hervor.
Damit wird zu den Veranstaltungen am "Tag der Nordterritorien" in Japan, die am 7. Februar stattfanden und an denen Vertreter der Staatsführung teilnahmen, Stellung genommen.
Wie es in der Mitteilung heißt, besteht die Position Russlands zum Problem eines Friedensvertrags mit Japan darin, dass es notwendig ist, nach einer gegenseitig annehmbaren Lösung zu suchen, die sich auf eine adäquate Einsicht in die historischen und die juristischen Realitäten stützen würde. Diese Lösung sollte auch Aussichten haben, von der Öffentlichkeit und den Parlamenten beider Länder gebilligt zu werden.
"Ausgehend von den Interessen der Entwicklung der partnerschaftlichen Beziehungen mit Japan ist die russische Seite bereit, einen gleichberechtigten und gegenseitig respektvollen Dialog zu dieser Problematik zu führen", betont Russlands Außenamt.
Japan hält die südlichen Kurileninseln Iturup, Kunaschir, Schikotan und die unbewohnte Inselgruppe Habomai für unrechtmäßig besetzt und fordert deren Rückgabe. Dabei beruft sich Tokio auf den bilateralen Handels- und Grenzvertrag von 1855, wonach diese Inseln als japanisch anerkannt worden waren.
Die prinzipielle Position Moskaus besteht darin, dass die Südkurilen-Inseln nach Ende des Zweiten Weltkrieges völkerrechtlich in den Staatsverband der damaligen Sowjetunion übergingen und Russland deren Rechtsnachfolger ist.
Japan macht die Unterzeichnung des Friedensvertrages mit Russland von der Lösung des Territorialstreits abhängig.

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