Ausland
Türkischer Außenminister eilt nach Iran zur Regelung des Atomproblems
Thema: Atomstreit mit Iran
ANKARA, 09. Februar (RIA Novosti). Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu will Teheran dringend besuchen, um neue Spannungen in den Beziehungen zwischen dem Iran und der Weltgemeinschaft nicht zuzulassen, die wegen des Beginns der Urananreicherung auf 20 Prozent durch die iranische Seite entstehen können.
"Wir glauben immer noch, einen gemeinsamen Boden (für die Lösung des Problems) finden zu können. Wir wollen keine neuen Spannungen in unserer Region", sagte der türkische Außenminister am Dienstag in Ankara.
Nach seinen Worten sprach er am Dienstagmorgen per Telefon mit seinem iranischen Amtskollegen und sagte ihm, dass er Teheran am Abend desselben Tages besuchen könne. Davutoglu teilte auch mit, dass er plane, mit dem Präsidenten der Islamischen Republik Iran, Mahmud Ahmadinedschad, zusammenzutreffen.
Teheran benachrichtigte am Montag die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) über die Absicht, am Dienstag mit der Urananreicherung auf seinem Territorium zu beginnen. Der Chef der iranischen Atomenergieorganisation Ali Akbar Salehi bestätigte am Dienstag, dass die Arbeiten an der Urananreicherung auf 20 Prozent schon aufgenommen worden seien.
Ein IAEO-Vertreter teilte mit, dass sich Inspektoren der Organisation derzeit in der iranischen Atomanlage in Natans befinden, wo die Arbeiten an der Urananreicherung durchgeführt werden.

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