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Uran-Nachreicherung: Moskau enttäuscht über Iran

Thema: Iran tritt dem Club der Atommächte bei

17:25 09/02/2010
Uran-Nachreicherung: Moskau enttäuscht über Iran

MOSKAU, 09. Februar (RIA Novosti). Russland ist enttäuscht über die Entscheidung des Iran, sein niedrig angereichertes Uran bis auf 20 Prozent nachzureichern. Das sagte der russische Außenamtssprecher Andrej Nesterenko am Dienstag in Moskau.

Mit seiner Entscheidung, die den einschlägigen UN-Resolutionen und Beschlüssen des IAEA-Gouverneursrats widerspräche, verstärke der Iran die Zweifel daran, dass er aufrichtig nach einer Entspannung um sein Atomprogramm strebe, sagte Nesterenko. Moskau sei enttäuscht, dass Teheran das Tauschangebot der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) nicht angenommen habe.

Der Iran hatte am Montag die Internationale Atomenergie-Behörde (IAEA) über den Beginn der Produktion von hoch angereichertem Uran informiert. Die Islamische Republik besitzt 1,5 Tonnen auf 3,5 Prozent angereichertes Uran, benötigt für ihren Forschungsreaktor in Teheran jedoch Uran mit einem Anreicherungsgrad von 20 Prozent. Die internationale Gemeinschaft verdächtigt Teheran, unter dem Deckmantel des Nuklearprogramms Atomwaffen zu entwickeln.

Zur Lösung des Streits hatte die IAEA dem Iran vorgeschlagen, dessen niedrig angereichertes Uran ins Ausland zu schicken, wo es auf 20 Prozent angereichert und zu Brennelementen verarbeitet werden soll. Teheran wies das Angebot zunächst ab. Dann sagte Präsident Ahmadinedschad, er sehe "kein Problem, unser angereichertes Uran ins Ausland zu schicken". Am Wochenende kündigte Ahmadinedschad jedoch den Beginn der eigenen Produktion von hoch angereichertem Kernbrennstoff an.

 

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