Ausland
UNO muss afghanischen Heroin-Traffic als Gefahr für Weltfrieden anerkennen
Thema: Weltweite Drogengefahr nimmt zu
KALININGRAD, 12. Februar (RIA Novosti). Die Drogenaufsichtsbehörde und das Außenministerium Russlands wollen gemeinsam bei der UNO beantragen, die Heroin-Lieferungen aus Afghanistan als internationale Friedens- und Sicherheitsbedrohung anzuerkennen.
"Wir planen, im Rahmen einer neuen Anti-Drogen-Strategie internationale Initiativen zu unterbreiten, darunter auf der Ebene des UN-Sicherheitsrates. Gemeinsam mit dem Außenministerium Russlands schlägt unser Dienst vor, die Gefahr des afghanischen Heroin-Traffics als Bedrohung für Frieden und Sicherheit zu qualifizieren", teilte der Vizechef der Föderalen Drogenaufsichtsbehörde, Oleg Safonow, am Freitag auf einer Pressekonferenz in Kaliningrad mit.
Die UNO könnte nach seinen Worten afghanische Heroin-Lieferungen als internationale Bedrohung anerkennen, wie es schon mit dem Piratentum geschah.
"Es ist notwendig, dass uns andere Länder unterstützen. Wegen Piraterie sterben etwa 30 Menschen jährlich. Wegen Drogenabhängigkeit sterben 15 Millionen Menschen im Jahr. Das ist eine globale Bedrohung, Russland kann sie nicht im Alleingang bekämpfen", äußerte der russische Beamte weiter.
Nach Angaben haben die Drogenlieferungen aus Afghanistan in den letzten Jahren zugenommen.
Seit 2001, als die Anti-Terror-Operation "Unbesiegbare Freiheit" in Afghanistan startete, sei die Produktion der Rauschgifte in Afghanistan auf das 44-fache gestiegen, sagte Safonow.
"Das sind UN-Angaben. Der weltweite Markt afghanischer Rauschgifte hat heute 65 Milliarden US-Dollar im Jahr erreicht", erklärte er.
Experten verweisen nach seinen Worten auf einen großangelegten Prozess der Legalisierung von "Drogengeld" während der Weltwirtschaftskrise.

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