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Ausland

Lateinamerika-Gipfel unterstützt Argentinien im Streit um Falkland-Inseln

14:25 23/02/2010

CANCUN, 23. Februar (RIA Novosti). Die Teilnehmer des Lateinamerika-Gipfels im mexikanischen Cancun, der am Dienstag seine Arbeit abschließt, haben das Souveränitätsrecht Argentiniens auf die Falkland-Inseln (Malwinen) in seinem Streit mit Großbritannien einstimmig unterstützt und beide Staaten aufgerufen, auf übereilte Schritte zu verzichten.

"Wir haben beide Seiten aufgerufen, auf übereilte Handlungen zu verzichten und die strittigen Fragen am Verhandlungstisch zu regeln", teilte der Präsident von Mexiko, Felipe Calderon, am Montag mit.

Die lateinamerikanischen Staatschefs haben auch eine Sondererklärung über den britischen Beschluss angenommen, mit Ölbohrungen in Gewässern in der Nähe der Falkland-Inseln zu beginnen.

Der venezolanische Staatschef Hugo Chavez forderte zu Beginn des Gipfels am Montag, London solle die Inseln an Argentinien übergeben.

In der letzten Zeit haben sich die Beziehungen zwischen Großbritannien und Argentinien erneut zugespitzt, nachdem London seine Absicht bekannt gegeben hatte, ab 22. Februar trotz der Proteste Argentiniens mit der Ölbohrung und -gewinnung vor der Küste der Falklandinseln zu beginnen.

Die argentinische Präsidentin Christina Fernandez de Kirchner warf Großbritannien Missachtung des Völkerrechts vor und gab einen Erlass heraus, der die argentinischen Behörden berechtigt, die Seefracht der Schiffe, die sich von Argentinien zu den Falkland-Inseln begeben, zu kontrollieren. Jedes dieser Schiffe muss eine Sonderlizenz bei den argentinischen Behörden beantragen.

Die Falkland-Inseln liegen im Südatlantik, 500 Kilometer von der argentinischen Küste entfernt. Seit 1833 kontrolliert Großbritannien die Inseln.

Seitdem streiten Argentinien und Großbritannien, wem die Falkland-Inseln im Südatlantik gehören.

Im April 1982 entschied sich die argentinische Militärregierung, die Inseln mit Gewalt einzunehmen. Die Invasion löste einen Krieg zwischen Argentinien und Großbritannien aus, der nach zehn Wochen mit der Kapitulation der argentinischen Streitkräfte endete. Im damaligen Krieg waren 649 argentinische und 255 britische Militärangehörige ums Leben gekommen.

Der Sieg festigte die Positionen der damaligen britischen Ministerpräsidentin, Margaret Thatcher.

Die vollen diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten wurden erst 1990 wieder aufgenommen. Buenos Aires hält die Inseln nach wie vor für sein Territorium.

Die Ölvorkommen in der von Großbritannien beanspruchten 200-Meilenzone rund um die Inseln werden auf bis zu 60 Milliarden Barrel (ein Barrel entspricht 159 Liter) geschätzt und würden somit zu den größten Vorkommen weltweit gehören.

 

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14:25 23/02/2010 Die Teilnehmer des Lateinamerika-Gipfels im mexikanischen Cancun, der am Dienstag seine Arbeit abschließt, haben das Souveränitätsrecht Argentiniens auf die Falkland-Inseln (Malwinen) in seinem Streit mit Großbritannien einstimmig unterstützt und beide Staaten aufgerufen, auf übereilte Schritte zu verzichten. >>

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