
MOSKAU, 24. Februar (RIA Novosti). Russland ruft die USA erneut auf, den Vertrag über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen zu ratifizieren.
„Das geltende freiwillige Moratorium für die Nuklearversuche ist zwar sehr wichtig, doch taugt diese Maßnahme nicht als Ersatz für entsprechende rechtsverbindliche Verpflichtungen“, sagte Oleg Roschkow, stellvertretender Abteilungsleiter Sicherheit und Abrüstung im russischen Außenministerium, am Mittwoch.
Die Verzögerung beim Inkrafttreten des Kernwaffenteststopp-Vertrags gefährde immer mehr das Non-Proliferationsregime, warnte Roschkow auf einer Konferenz in Moskau zu Problemen des Atomwaffensperrvertrags.
Die Situation um den Kernwaffenteststopp-Vertrag sei empörend, sagte der russische Diplomat. Die Vereinbarung sei vor 14 Jahren unterzeichnet worden, aber bislang nicht in Kraft getreten. Obwohl die US-Administration unter Präsident Barack Obama verspräche, die Ratifizierung zu beschleunigen, „sind die Aussichten nach unserer Auffassung bislang nicht sehr optimistisch“.
Der 1996 unterzeichnete Kernwaffenteststoppvertrag verbietet die Durchführung jeder Art von Kernwaffenexplosion. Für sein Inkrafttreten muss das Abkommen von allen 182 Unterzeichnern ratifiziert werden. Bisher haben rund 150 Staaten das Ratifizierungsverfahren abgeschlossen.