Ausland
Medwedew warnt vor Eingriffen in Libanons Souveränität
MOSKAU, 25. Februar (RIA Novosti). Russland hat den Libanon „über Jahrhunderte“ unterstützt, sagte der libanesische Präsident Michel Suleiman bei einem Treffen mit dem russischen Staatschef Dmitri Medwedew und kündigte ein Abkommen über militärtechnische Kooperation an.
Medwedew empfing Suleiman am Donnerstag in Moskau. Russland und der Libanon haben laut Medwedew ein „wesentliches Kooperationspotential“ insbesondere in den Bereichen wie Energiewirtschaft, Seeschifffahrt und Tourismus: „Gute Aussichten gibt es in Bezug auf den Ausbau der militärtechnischen Kooperation und der Kontakte in Sachen Katastrophenschutz“.
Suleiman sagte, er habe die Vorbereitung eines Abkommens über „langfristige“ militärtechnische Kooperation mit Medwedew erörtert. Das betreffe unter anderem Russlands Beitrag zur Minenräumung und zur Entsorgung nicht explodierter Streubomben. Zuvor hatte die Regierung in Beirut Israel vorgeworfen, Streumunition während des israelischen Militäreinsatzes gegen die Hisbollah-Kämpfer im Südlibanon im Jahr 2006 massiv eingesetzt und somit Zivilisten in Gefahr gebracht zu haben.
„Russland war über Jahrhunderte auf unserer Seite“, so Suleiman weiter. Hoffentlich bleibe das auch weiterhin so im Hinblick auf die „schicksalsträchtigen Fragen“, mit denen der Libanon zurzeit konfrontiert werde. Medwedew betonte: „Russland hat sich immer für die Souveränität und die territoriale Einheit des Libanon eingesetzt. Alle Versuche, sich in dessen innere Angelegenheiten einzumischen, halten wir für unzulässig“. Welche Eingriffe er konkret meinte, präzisierte der russische Präsident nicht.
Im Februar 2005 war der libanesische Ex-Premier Rafik Hariri in Beirut ermordet worden. Viele im Land vermuteten syrische Geheimdienste hinter dem Anschlag, daraus resultierten antisyrische Massenkundgebungen und eine politische Spaltung des Landes.

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