Ausland
Russland und China befürworten keine neuen Sanktionen gegen Iran - Netanjahu
Thema: Nahost-Problem: Lösung oder Zuspitzung?
TEL-AVIV, 02. März (RIA Novosti). Israel hat bislang von Russland und China keine Garantien für eine Unterstützung eventueller neuer Sanktionen gegen den Iran erhalten.
Das sagte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu am Dienstag in Tel-Aviv. "Zugleich hofft Israel darauf, dass sich die Weltsicherheitsrats-Vetomächte Russland und China wenigstens nicht der Annahme neuer Sanktionen widersetzen werden", sagte er in einer Sitzung der Parlamentskommission für Auswärtiges und Verteidigung.
Das iranische Atomprogramm, das von den Israelis als die größte Gefahr für ihre Sicherheit betrachtet wird, stand ganz oben auf der Tagesordnung des Februar-Besuchs Netanjahus in Moskau. In der Vorwoche war auch Israels Minister für strategische Planung, Moshe Yaalon, nach China gereist.
"Ich habe keine Garantien dafür bekommen, dass sich Russland Sanktionen anschließen wird. Aber ich habe gesehen, dass sich Russland besser über die Gefahr im Klaren geworden ist, die das iranische Atomprogramm für die Stabilität in der Region und für den globalen Frieden heraufbeschwört", sagte Netanjahu.
Auch die Chinesen hätten nach seinen Worten keine Verpflichtungen übernommen. "Aber ich denke nicht, dass sie für Sanktionen stimmen würden. Sie könnten aber keinen Gebrauch von ihrem Vetorecht machen", sagte der Regierungschef.

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