Ausland
Tausende Kurden protestieren in Brüssel gegen Durchsuchungen und Verhaftungen
BRÜSSEL, 06. März (RIA Novosti). Eine massenhafte Protestaktion von ethnischen Kurden, an der unterschiedlichen Angaben zufolge 5000 bis 8000 Menschen teilnehmen, findet am Samstag in Brüssel statt.
Das teilen belgische Medien mit.
Vertreter der kurdischen Diaspora, die in der belgischen Hauptstadt aus verschiedenen EU-Ländern eingetroffen sind, protestieren gegen die am 4. März von der belgischen Polizei vorgenommenen massenhaften Durchsuchungen und die Verhaftungen in den Ballungsräumen in Brüssel und in anderen Städten.
Im Ergebnis dieses Sondereinsatzes wurden acht Personen verhaftet, die der Beteiligung an der terroristischen Tätigkeit, unter anderem der Ausbildung von Terroristen in Belgien, verdächtigt werden. Unter ihnen sind die Führer des politischen Flügels der separatistischen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Zuber Aidar und Remzi Kartal.
Laut Medieninformationen wandte sich die Türkei bereits an Belgien mit der Bitte um die Auslieferung Aidars und Kartals.
Die PKK, die von der UNO und der Europäischen Union als eine terroristische Organisation anerkannt wurde, führt seit 1984 einen bewaffneten Kampf um die Autonomie für die Kurden auf einem Teil des türkischen Territoriums. Der Konflikt zwischen der PKK und den türkischen Behörden forderte schon mehr als 40 000 Menschenleben.

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