
TEL AVIV, 09. März (RIA Novosti). Die USA lassen laut Vizepräsident Joe Biden den Iran nicht zur Atomwaffenmacht aufsteigen.
"In Sachen Sicherheit gibt es zwischen den USA und Israel keine Meinungsverschiedenheiten. Deshalb ist die Lösung des iranischen Atomproblems eine der Prioritäten unserer Administration", sagte Biden am Dienstag bei seinem Treffen mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu in Tel Aviv. "Wir arbeiten mit vielen Staaten zusammen, um Teheran zur Erfüllung seiner Verpflichtungen zu bewegen."
Netanjahu setzte sich für härtere Sanktionen gegen den Iran ein. Vor allem sollten die iranischen Ölexporte und die Benzinlieferungen an die Islamische Republik beschränkt werden. Das "iranische Regime" müsste vor die Wahl gestellt werden: Atomprogramm oder Überleben.
Biden ist der ranghöchste US-Politiker, der Israel nach dem Amtsantritt des amerikanischen Präsidenten Barack Obama besucht. Im Rahmen seiner Nahost-Tour will er zudem in die Palästinensergebiete und nach Jordanien reisen.
Der Iran steht bei der Weltgemeinschaft im Verdacht, unter dem Deckmantel eines friedlichen Nuklearprogramms Atomwaffen zu entwickeln. Vor allem Israel sieht sich durch die iranischen Atomaktivitäten bedroht und schließt sogar einen Präventivschlag gegen iranische Nuklearanlagen nicht aus.