
WASHINGTON, 10. März (RIA Novosti). Das Programm der Stationierung von Teilen des Raketenabwehrsystems (ABM) in Europa sieht Möglichkeiten für ein Zusammenwirken mit Russland vor. Das stellte Admiral James Stavridis, Chef der vereinigten Nato-Streitkräfte, fest.
"Das ABM-Programm ist flexibel", sagte er am Dienstag im Streitkräfteausschuss des USA-Senats. "Es setzt Möglichkeiten für eine Partnerschaft mit Russland voraus, unter anderem beim eventuellen Einsatz einer russischen Radaranlage."
Im Rahmen des ABM-Programms sei auch ein Zusammenwirken mit Israel auf dem Gebiet der Luftabwehr und der entsprechenden Technologien möglich.
Der Admiral bewertete das neue ABM-System als überaus zeitgemäß und bestätigte, dass es zum Schutz vor iranischen Mittelstreckenraketen geschaffen wird.
"Es bietet uns die Möglichkeit, bereit zu sein und zugleich flexibel zu bleiben, während Irans Potential im Bereich der Anwendung ballistischer Raketen wächst... Iran beunruhigt uns in vieler Hinsicht."
US-Präsident Barack Obama und Pentagon-Chef Robert Gates hatten am 17. September eine Änderung von US-Plänen für die Schaffung eines Raketenabwehrsystems verkündet. Die USA verzichten nicht auf die bodengestützten ABM-Teile in Europa, verschieben aber deren Stationierung auf 2015. Bis dahin sollen US-Kriegsschiffe mit Abfangraketen vor Europas Küste kreuzen.