
WIEN, 10. März (RIA Novosti). Russland hat sich für eine stärkere Rolle der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bei der Vorbeutung und Beilegung von Konflikten ausgesprochen.
Dazu solle das im Laufe von zwei Jahrzehnten geschaffene Potenzial der Organisation reanimiert und im Notfall auch gefestigt werden, sagte der ständige OSZE-Botschafter Russlands, Anwar Asimow, am Mittwoch in Wien in einer Sitzung des Ständigen OSZE-Rates und des Forums für die Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit.
In diesem Zusammenhang hielt der russische Experte es für nötig, die in der Charta der europäischen Sicherheit (1999) enthaltenen Anti-Krisen-Instrumente zu überprüfen. Das betreffe vor allem den Mechanismus für den Einsatz ziviler Experten. "Dieses Potenzial wurde vor zehn Jahren eigens dafür geschaffen, um operativ auf Krisen zu reagieren."
Asimow sagte ferner, dass Russland auch die von zehn EU-Ländern unterbreiteten Ideen unterstützt, das Potenzial der OSZE bei der Überwindung der Folgen von Krisen zu festigen. Zugleich sollte sich die OSZE nicht nur auf den postsowjetischen Raum und den Balkan konzentrieren, "sondern auch mehr Aufmerksamkeit Konflikten westlich von Wien schenken".
Es gelte, das nach den Ereignisen in Jugoslawien 1999 und in Südossetien vom August 2008 angeschlagene Ansehen der OSZE wiederherzustellen, sagte Asimow.