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Ausland

Moskau fordert internationale Reaktion auf TV-Kriegsszenario in Georgien

Thema: Massenpanik in Georgien: TV-Sender gaukelt russische Invasion vor

14:37 15/03/2010

MOSKAU, 15. März (RIA Novosti). Der fiktive Bericht des georgischen TV-Senders Imedi über einen angeblichen Einmarsch russischer Truppen hat die Stabilität im Kaukasus beeinträchtigt und darf von der Weltgemeinschaft nicht unbemerkt bleiben.

Das sagte der russische Außenamtssprecher Andrej Nesterenko in einer offiziellen Stellungnahme am Montag. „Der provokative Bericht hat einen konkreten Sicherheits- und Stabilitätsschaden verursacht und die Spannungen in der ohnehin unruhigen Region weiter geschürt.“

Russland erwarte, dass die in Georgien tätigen europäischen Beobachter und die übrige Weltgemeinschaft dieses Kriegsszenario nicht unbemerkt lassen würden, sagte der Sprecher.

Nesterenko verwies auf die in Georgien herrschende Meinung, dass der TV-Sender Imedi diese Provokation ohne eine Zustimmung der Staatsspitze nicht gewagt hätte. „Auch der Präsident Georgiens macht aus seiner zustimmenden Haltung zu dieser Sendung kein Hehl und hat sie als maximal realitätsnah gewürdigt.“

Ein Fernsehbericht über einen angeblichen Einmarsch russischer Truppen in Georgien hatte am Samstag eine Panik in Georgien ausgelöst. Nach einem kurzen Vorspann, in dem es hieß, die folgende Reportage zeige, was passieren kann, „wenn sich die georgische Gesellschaft angesichts des russischen Plans nicht zusammenschließt“, berichtete der von Präsident Saakaschwili kontrollierte TV-Sender Imedi eine halbe Stunde lang über angeblich vorrückende russische Truppen, Bombenangriffe auf Häfen und Flughäfen und sogar den Tod von Staatschef Saakaschwili.

Um die Wirkung zu verstärken, zeigte der Sender eine Collage aus alten Aufnahmen und ließ die Erinnerungen an den Südossetien-Krieg vom August 2008 wieder aufleben. Die Zuschauer, die den Vorspann verpasst hatten, nahmen die Sendung als einen echten Tatsachenbericht auf, weshalb Menschen im ganzen Land in Panik gerieten. Aus Wut über den Bericht kam es zu Demonstrationen vor dem Gebäude des Senders.

 

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