
DAMASKUS, 18. März (RIA Novosti). Die Politik Israels gegenüber dem palästinensischen Volk und die anhaltende Okkupation arabischer Territorien schüren Spannungen im Nahen Osten und treiben die Region in neue Kriege.
Das erklärte Syriens Präsident Bashar Al-Assad am Donnerstag in Damaskus nach Verhandlungen mit seinem italienischen Amtskollegen Giorgio Napolitano. Er rief Italien und die anderen EU-Länder auf, die Anstrengungen zur Beendigung der Blockade des Gaza-Streifens zu aktivieren sowie zur Befreiung der 1967 besetzten arabischen Gebiete und zur Liquidierung der dort gebauten israelischen Siedlungen beizutragen. "Diese Probleme sind ein reales Hindernis auf dem Weg zum Frieden", sagte der syrische Präsident.
Unter den gegenwärtigen Bedingungen sei der Frieden in der Region undenkbar. Syrien wäre auch zu indirekten Verhandlungen mit Israel unter Vermittlung der Türkei bereit. Aber auch das sei unter den gegenwärtigen Bedingungen unmöglich, bemängelte Assad.
Napolitano zufolge könnte die jüngste Entscheidung Israels, 1600 neue Häuser im annektierten Ostjerusalem zu bauen, "katastrophale Folgen" für die Region haben.
Syrien und Israel hatten 2008 unter Vermittlung der Türkei mehrere Runden der Friedensverhandlungen durchgeführt. Die Kontakte wurden aber im Dezember 2008 nach der groß angelegten Militäroperation der Israelis im Gaza-Streifen (Fotos>>) abgebrochen.