Ausland
Für Zyperns Staatschef ist Wiedervereinigung der Insel Ehrensache
ATHEN, 19. März (RIA Novosti). Zyperns Präsident Dimitris Christofias wird seine Kandidatur nicht zur Wiederwahl 2013 stellen, falls die Verhandlungen über die Wiedervereinigung der Insel scheitern sollten.
"Das wird meine erste und letzte Amtszeit, wenn ich das nicht schaffe, das Zypern-Problem zu lösen", sagte Christofias am Donnerstag.
Er und sein nur von der Türkei anerkannter Kollege des türkischen Nordteils von Zypern, Mehmet Ali Talat, führen seit 2008 Gespräche über eine Wiedervereinigung, die davor vier Jahre lang ins Stocken geraten waren. Bislang gelang es aber keinen Fortschritt zu erreichen.
Talat gilt als Anhänger der friedlichen Regelung auf der Insel. Er kämpft gegenwärtig für die Wiederwahl im nördlichen Teil der Insel.
Zypern ist seit dem Jahr 1974 gespalten, als der von der griechischen Militärjunta in Athen unterstützte Staatstreich der Türkei den Anlass für eine militärische Intervention gegeben hatte. Seither sind die griechische und die türkische Gemeinde durch eine Waffenstillstandslinie der UNO voneinander getrennt. Die Türkische Republik Nordzypern war im Jahr 1983 ausgerufen worden. Bislang wurde dieses staatliche Gebilde nur von der Türkei anerkannt.
Zypern gehört seit dem 1. Mai 2004 zur Europäischen Union. EU-Recht und Regelwerk gelten jedoch vorläufig nur im griechisch-zypriotischen Süden.

in den Blog einfügen
Sie können den Link in Ihren Blog kopieren.
Video-Code:
Vorschau:


Twitter






