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Ausland

Alarmbereitschaft für Südkoreas Militär nach Schiffsuntergang

11:55 27/03/2010

MOSKAU, 27. März (RIA Novosti). Einen Tag nach dem Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffs an Nordkoreas Grenze rätseln Marineexperten über die Ursachen der Explosion an Bord - Südkoreas Streitkräfte wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

Dass Nordkorea hinter dem Zwischenfall steckt, hält das Verteidigungsministerium in Seoul für wenig wahrscheinlich. Die „Korea Times“ zitierte am Samstag in ihrer Onlineausgabe einen Sprecher des Generalstabs mit den Worten, es gebe keine Hinweise auf die Präsenz der nordkoreanischen Marine im Meeresgebiet, wo das Patrouillenschiff „Cheonan“ mit 104 Mann Besatzung am Freitagabend untergegangen war. Trotzdem seien Südkoreas Streitkräfte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden.

Nach Angaben des Generalstabs wurde der Schiffsrumpf durch eine Explosion im Heck beschädigt. 58 Seeleute konnten bis Samstagvormittag gerettet werden, die Suchaktion nahe der Insel Baeknyeong im Gelben Meer ging weiter.

Südkoreas Präsident Lee Myung-bak forderte eine sorgfältige Untersuchung, Experten rätselten über die Ursachen der Explosion. Als plausibelste Versionen galten die Kollision mit einer Seemine oder die Detonation der vom Schiff mitgeführten Munition. Aufschluss darüber soll die Untersuchung des Wracks geben.

“Wenn das Schiff mit einer Mine kollidierte, ist die Herkunft dieser Mine vorerst nicht klar. Sie könnte von Nordkorea, von China oder auch von unserem Militär stammen“, sagte ein südkoreanischer Marineoffizier der „Korea Times“.

Fotostrecke: Verstärkte Überwachung an Grenze zu Nordkorea

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