Ausland
US-Außenministerin: Russland darf seine Nachbarn nicht politisch beeinflussen
TALLINN, 22. April (RIA Novosti). Russland hat laut US-Außenministerin Hillary Clinton nicht das Recht, einen Nato- bzw. EU-Beitritt der benachbarten Staaten zu behindern.
„Russland hat ebenso wie jedes andere Land kein Vetorecht gegenüber den europäischen Ländern. Jeder Staat ist berechtigt, selbständig über seine Zugehörigkeit zur Nato und zur EU zu entscheiden“, sagte Clinton am Donnerstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz, die nach ihrem Treffen mit dem estnischen Außenminister Urmas Paet stattfand.
Die Beziehungen zu Russland seien für Estland ein schwieriges Problem, aber die USA bemühten sich um eine Verbesserung ihrer Beziehungen zu Russland, sagte die US-Außenministerin.
„Wir wollen in einer ruhigen und stabilen Welt neben einem befreundeten Russland leben“, so Clinton.
Die Außenminister der USA und Estlands stimmten in der Notwendigkeit überein, mit Russland in allen nur möglichen Bereichen - bei der Bekämpfung des Terrorismus und des Drogenhandels sowie bei der Abrüstungskontrolle und bei der Lösung der afghanischen Probleme - zusammenzuarbeiten.
Clinton war am Donnerstagmorgen zu einem inoffiziellen zweitägigen Treffen der Nato-Außenminister in Tallinn eingetroffen. Daran nehmen ranghohe Delegationen aus 45 Ländern teil, die in der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe (ISAF) vertreten sind.
Die Tagung wird von Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen geleitet.

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