Ausland
Russland und Türkei werden zu strategischen Partnern - Präsident Medwedew
MOSKAU, 10. Mai (RIA Novosti). Der russische Präsident Dmitri Medwedew sieht in der Türkei einen guten und zuverlässigen Nachbarn. Russland und die Türkei werden zu strategischen Partnern, hat er in einem Beitrag kurz vor seinem Türkei-Besuch am 11. und 12. Mai geschrieben.
"Am 3. Juni wird der 90. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen unseren Ländern begangen. Kurz vor diesem denkwürdigen Datum findet mein Besuch statt", schreibt Medwedew in seinem Beitrag für die türkische Tageszeitung Zaman.
"Man kann vor allem mit Bestimmtheit behaupten, dass die russisch-türkischen Beziehungen auf das Niveau einer umfassenden strategischen Partnerschaft gebracht werden", so der Präsident. Davon zeuge die im Februar 2009 von beiden Präsidenten unterzeichnete Gemeinsame Erklärung über den Aufstieg zu einer neuen Etappe in den russisch-türkischen Beziehungen.
Während des Mai-Besuchs Medwedews in der Türkei soll ein prinzipiell neuer Mechanismus zwischenstaatlicher Konsultationen - ein Kooperationsrat der höchsten Ebene unter dem Vorsitz des russischen Präsidenten und des türkischen Premiers - geschaffen werden.
Die neue Struktur soll die Strategie der russisch-türkischen Beziehungen entwickeln, die Durchsetzung wichtiger Projekte koordinieren und die bilateralen Wirtschaftskontakte unterstützen. Der Kooperationsrat wird auch außenpolitische Bemühungen um die Erhaltung des Weltfriedens, der Stabilität und der Sicherheit koordinieren.
"Große Hoffnungen setzen wir auch in das Öffentlichkeitsforum beider Länder, das eine Art humanitäre Stütze für den Kooperationsrat bilden soll", steht es im Zeitungsartikel.
"Die Türkei ist einer unserer wichtigen Partner bei internationalen und regionalen Angelegenheiten. Uns vereinigt die Einsicht in die akute Notwendigkeit, dem internationalen Terrorismus und anderen Gefahren und Bedrohungen der modernen Welt entgegenzuwirken, die Einsicht darin, dass es keine Alternative zu einem tieferen Dialog zwischen Religionen und Zivilisationen gibt", schreibt Dmitri Medwedew.

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