Ausland
Medwedew nach Ankara: Pipeline- und AKW-Projekte im Mittelpunkt
Thema: Medwedew in der Türkei
MOSKAU, 11. Mai (RIA Novosti). Rund 25 russisch-türkische Vereinbarungen sollen im Rahmen des am Dienstagabend beginnenden Türkei-Besuchs des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew unterzeichnet werden.
Wie der außenpolitische Kreml-Sprecher Sergej Prichodko mitteilte, wird Medwedew mit seinem Amtskollegen Abdullah Gül, Premier Recep Erdogan und anderen führenden Politikern der Türkei unter anderem die Entwicklung der bilateralen Beziehungen in Energiewirtschaft und Landwirtschaft behandeln.
Diskutiert wird die Lage im Iran, im Irak und in Afghanistan.
Wie der Kreml betont, haben die bilateralen Beziehungen in der letzten Zeit ein qualitativ neues Niveau der strategischen Partnerschaft erreicht.
Im vergangenen Jahr ist zwar der bilaterale Handel um rund 40 Prozent auf 19,6 Milliarden Dollar zurückgegangen, so Prichodko. „Dennoch bleibt die Türkei weiterhin einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Russlands“.
Ein zentraler Bereich der bilateralen Beziehungen ist die Zusammenarbeit in der Energiewirtschaft. Außerordentlich aussichtsreich ist die gemeinsame Umsetzung von Großprojekten wie die Gaspipeline-Projekte South Stream und Blue Stream-2, das Ölpipeline-Projekt Samsun - Ceyhan und der geplante Bau des ersten Atomkraftwerkes auf dem Territorium der Türkei.
Die Seiten sollen unter anderem ein Memorandum über die Kooperation bei Errichtung und Inbetriebnahme des AKW in der Türkei signieren.
Das AKW soll in der Nähe des Mittelmeerhafens Mersin errichtet und vier Wasser-Wasser-Reaktoren von jeweils 1,2 Gigawatt Leistung haben. Das Kraftwerk soll 2016 bis 2019 in Betrieb gehen.

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