Ausland
Medwedew: Weitere Eskalation im Nahen Osten führt zur Katastrophe
Thema: Nahost-Problem: Lösung oder Zuspitzung?
DAMASKUS, 11. Mai (RIA Novosti). Eine weitere Eskalation im Nahen Osten kann die ganze Region zur Explosion bringen. Das sagte Russlands Präsident Dmitri Medwedew am Dienstag nach einem Treffen mit dem syrischen Staatschef Bashar Assad in Damaskus.
„Eine weitere Zuspitzung der Lage im Nahen Osten führt zu einer Katastrophe“, warnte Medwedew. Russland werde auch weiterhin alles tun, um zur Wiederherstellung des arabisch-israelischen Friedensprozesses beizutragen. Endziel sei eine umfassende gerechte und langfristige Regelung, die den Rückzug Israels aus den 1967 besetzten arabischen Gebieten und die Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaates vorsähe.
Assad sagte seinerseits, Syrien und Russland seien an einem umfassenden und gerechten Frieden im Nahen Osten interessiert.
„Russland spielt dabei traditionell eine bedeutende Rolle als Ko-Sponsor des Friedensprozesses, der 1991 auf der Konferenz in Madrid gestartet worden war“, sagte der syrische Präsident. Er kritisierte die israelische Siedlungspolitik im Ost-Jerusalem und die Wirtschaftsblockade des Gaza-Streifens als Hemmschuh für die Friedensverhandlungen.
Beide Präsidenten sprachen sich für eine Befreiung des Nahen Ostens von Atomwaffen aus und kündigten die Gründung eines bilateralen „Rats für strategische Zusammenarbeit“ an.

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