Ausland
Irak will ausländische Investoren für sein Ölgeschäft gewinnen
BAGDAD, 04. Juni (RIA Novosti). Der Irak will seine Präsenz auf dem Weltölmarkt stärken und plant den Neubau von vier Ölraffinerien.
Wie der stellvertretende irakische Ölminister, Ahmed al-Shamma, am Freitag mitteilte, wird der Wert dieser Projekte mit mehr als drei Milliarden US-Dollar beziffert. Eine ausländische Beteiligung an diesen Projekten sei willkommen und könne unterschiedlich gestaltet werden. Es könne sich um hundertprozentige Investitionen oder um eine Beteiligung mit dem Ölministerium des Iraks handeln. Der Investor könne außerdem die Raffinerie bauen und sie zu einem zuvor abgestimmten Termin an das irakische Ölministerium übergeben, so al-Shamma. Die Ausschreibung für den Bau der Raffinerien werde für Ende Juni anberaumt.
Nach der Errichtung der neuen Ölraffinerien wird der Irak al-Shamma zufolge den Eigenbedarf an Ölprodukten decken und den Rest exportieren können.
Das Land produziere gegenwärtig etwa 2,5 Millionen Barrel Öl täglich. Rund zwei Millionen Barrel davon werden exportiert. Die restlichen 500 000 Barrel seien für den Irak zu wenig, denn der tatsächliche tägliche Bedarf an Ölprodukten belaufe sich auf eine Million Barrel Erdöl.
Im vergangenen Jahr hatte das irakische Ölministerium Verträge mit mehreren internationalen Konzernen über die Erschließung von zehn großen Ölfeldern unterzeichnet. In den nächsten sechs Jahren will der Irak seine Ölgewinnung auf 12 Millionen Barrel pro Tag steigern.
Der Irak liegt bei den erkundeten Ölreserven mit 115 Milliarden Barrel auf Platz drei in der Welt, nach Saudi-Arabien und dem Iran.

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