Ausland
Ägypten sperrt iranische Seetransporte nach Gaza durch Suez-Kanal nicht
Thema: Israels Attacke auf Gaza-Konvoi
KAIRO, 23. Juni (RIA Novosti). Ägypten will iranische Schiffe mit humanitären Hilfsgütern für den Gaza-Streifen nicht daran hindern, den Suez-Kanal zu passieren, schreibt die ägyptische Zeitung Al-Ahram am Mittwoch.
Wie der katharische Satelliten-Fernsehsender Al-Dschasira früher mitgeteilt hatte, soll Israel Ägypten darum gebeten haben, die Durchfahrt iranischer Schiffe durch den Suez-Kanal zu verbieten.
„Die Verwaltung des Suez-Kanals beabsichtigt keine Maßnahmen gegen Schiffe aus dem Iran“, erfuhr das Blatt inoffiziell aus der Suez-Verwaltung. Wie es weiter hieß, wird die Suez-Durchfahrt von einem internationalen Abkommen reguliert, dem zufolge jedes Schiff, unter welcher Flagge auch immer, den Suez-Kanal befahren kann.
Laut dem Gesprächspartner der Agentur seien bisher keine Anträge, auch nicht vom Iran, eingereicht worden, die den Seeverkehr nach Gaza zur Einstellung der Blockade dieser palästinensischen Enklave betreffen würden.
Die Iranische Gesellschaft vom Roten Halbmond will an diesem Sonntag ein Schiff mit humanitären Hilfsgütern nach Gaza schicken. Die Route soll durch den Suez-Kanal verlaufen, der das Rote und das Mittelmeer miteinander verbindet.
Die Entscheidung über die Lieferung humanitärer Hilfsgüter nach Gaza war nach der Tragödie mit der „Freiheitsflottille“ getroffen worden, die aus der Türkei zur Gaza-Küste unterwegs war. Beim Angriff der israelischen Kriegsmarine am 31. Mai auf den von Menschenrechtlern begleiteten humanitären Schiffskonvoi wurden mehrere türkische Bürger getötet.

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