Ausland
Schwedische Hafenarbeiter boykottieren israelische Frachter
Thema: Israels Attacke auf Gaza-Konvoi
STOCKHOLM, 23. Juni (RIA Novosti). Schwedische Hafenarbeiter haben in der Nacht zum Mittwoch begonnen, israelische Frachtschiffe zu boykottieren.
Nach Angaben schwedischer Medien beteiligen sich an dem eine Woche langen Boykott Arbeiter aller schwedischen Häfen. Sie wollen damit Israel aufrufen, die dreijährige Blockade des Gazastreifens aufzuheben und eine internationale unabhängige Kommission zuzulassen, die die Umstände der israelischen Kommandoaktion gegen eine internationale Hilfsflotte am 31. Mai untersuchen soll.
Die israelischen Schiffe werden weder be- noch entladen. Elf Container mit israelischen Gütern sind bereits vom Boykott betroffen.
Israel liefert nach Schweden Obst, Gemüse, Gewürze, Blumen und Papierhandtücher. Israel bekommt aus Schweden Fahrzeuge und Medikamente. Medienberichten zufolge werden Medikamente trotz des Boykotts an Israel geliefert.
Der Boykott ist eine Reaktion auf den Appell palästinensischer Gewerkschaften. Auch Südafrika ist auf Hilferufe aus Gaza eingegangen.
Norwegische Hafenarbeiter, die ebenso wie ihre schwedischen Kollegen die Blockade am 23. Juni beginnen wollten, haben ihre Initiative aber aufgegeben, nachdem die israelische Regierung eine Milderung der Blockade von Gaza angekündigt hatte.

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