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Ausland

Trotz Reset: USA zeigen Flagge in Russlands Hinterhof - "Kommersant"

12:53 06/07/2010

MOSKAU, 06. Juli (RIA Novosti). US-Außenministerin Hillary Clinton besuchte die Ukraine, Polen und den Kaukasus wegen des nachlassenden Einflusses der USA in der Region und der geplanten Nabucco-Gaspipeline unter Ungehung Russlands, schreibt die russische Zeitung "Kommersant" am Dienstag.

Die Reise hat gezeigt, dass die USA trotz des "Neustarts" mit Russland nicht bereit sind, Moskau die Ukraine und Transkaukasien allein zu überlassen.

Clintons Reise, die sie durch die Ukraine, durch Polen, Aserbaidschan, Armenien und Georgien führte, erinnerte an die vorjährige Reise von US-Vizepräsident Joe Biden in diese Region. Er besuchte damals die Ukraine und Georgien direkt nach dem Moskau-Besuch von Präsident Barack Obama und gab so zu verstehen, dass Washington seine Verbündeten trotz der Annäherung an Russland nicht aufgeben wolle.

Die USA haben im vergangenen Jahr in dieser Region deutlich an Einfluss verloren. Der neue ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch hat sich Russland zugewandt und der Präsenz der russischen Schwarzmeerflotte auf der Krim bis 2042 zugestimmt. Seit seinem Wahlsieg hat kein einziger hochrangiger US-Politiker die Ukraine besucht.

Was Polen betrifft, so hat Obamas Administration bis heute nicht die Absicht aufgegeben, Raketenabwehranlagen dort aufzustellen. Clinton war bis dahin in den drei transkaukasischen Ländern als Außenministerin überhaupt noch nicht gewesen.

In Aserbaidschan gibt es bereits seit einem Jahr keinen US-Botschafter: Washington sucht weiter nach einem Kandidaten, was Baku als Affront auffasst.

Selbstverständlich konnte die US-Chefdiplomatin auf ihrer kurzen Reise, die dem USA-Besuch Dmitri Medwedews folgte, nicht alle Probleme lösen. Wie jedoch der US-Vizeaußenminister für Europa und Eurasien, Philip Gordon, vor ihrer Reise erläuterte, wolle Clinton vor allem zeigen, dass die USA trotz der Annäherung an Russland weiter an der Region interessiert seien.

Clintons kurzer Aufenthalt in Kiew bestätigte dies. Mit Janukowitsch besprach sie die Festigung der Beziehungen der Ukraine zum Westen und bekräftigte sogar die Bereitschaft der Nato, das Land in ihre Reihen aufzunehmen. Ihr Besuch brachte auch andere wichtige Ergebnisse.

So gab die IWF-Mission (in der die USA das Sagen haben) am Tag der Ankunft der Außenministerin in Kiew ihre Bereitschaft bekannt, dem Land 14,9 Milliarden Dollar zu überlassen. Der ukrainische Außenminister Konstantin Grischtschenko teilte mit, mit dem hohen Besuch eine Diversifizierung der Lieferquellen von Kernbrennstoff für die ukrainischen Atomkraftwerke erörtert zu haben. Im Juni unterzeichnete Kiew mit dem russischen Atombrennstoffhersteller TWEL einen Vertrag, der die Russen im Grunde zum Monopolisten auf dem Markt macht. Jetzt wird möglicherweise auch die US-Firma Westinghouse, die früher das AKW Süd-Ukraine mit Brennstoff beliefert hatte, ein Stück vom Kuchen abbekommen.

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12:53 06/07/2010 US-Außenministerin Hillary Clinton besuchte die Ukraine, Polen und den Kaukasus wegen des nachlassenden Einflusses der USA in der Region und der geplanten Nabucco-Gaspipeline unter Ungehung Russlands, schreibt die russische Zeitung "Kommersant" am Dienstag.>>

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