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Iranischer Atomchef: Sanktionen der Weltgemeinschaft stoppen Urananreicherung nicht

18:38 07/07/2010

Teheran bewertet die Sanktionen, die die Weltgemeinschaft gegen den Iran wegen seiner fortgesetzten Arbeiten zur Urananreicherung verhängt hat, als effektiv.

MOSKAU, 07. Juli (RIA Novosti). Teheran bewertet die Sanktionen, die die Weltgemeinschaft gegen den Iran wegen seiner fortgesetzten Arbeiten zur Urananreicherung verhängt hat, als effektiv.

Das meldet die Agentur Reuters am Mittwoch unter Berufung auf den Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi.

„Wir können nicht sagen, dass die Sanktionen ihre Wirkung verfehlt hätten. Sie können die Arbeiten (im Nuklearbereich) möglicherweise verlangsamen, keineswegs aber stoppen“, zitiert die iranische Nachrichtenagentur ISNA Salehi.

Die Situation um das iranische Atomprogramm hatte sich zugespitzt, nachdem der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad am 11. Februar die erste Lieferung von auf 20 Prozent angereichertem Uran bekannt gegeben und mitgeteilt hatte, dass Teheran über ein Potential zur Produktion von höher angereichertem Uran verfüge. Ahmadinedschad informierte ferner über Pläne zur Produktion von niedrig angereichertem Uran.

Der UN-Sicherheitsrat beschloss am 9. Juni eine weitere Resolution, die die gegen Teheran eingeführten Sanktionen noch mehr verschärfte. Es handelte sich bereits um die vierte Resolution gegen den Iran, der es bisher abgelehnt hat, etliche Fragen zu seinem Atomprogramm, darunter zu dessen militärischer Komponente, zu beantworten.

Präsident Barack Obama hat Anfang Juli ein Gesetz über die Ausweitung der einseitig von den USA verhängten Sanktionen gegen den Iran unterzeichnet. Die USA verstärkten ihren Druck auf den Iran, indem sie weitere mindestens 30 iranische Unternehmen beziehungsweise Privatpersonen auf die Sanktionsliste setzten. Fast alle auf der Liste stehenden Organisationen und Personen haben mit Programmen zur Entwicklung von Raketentechnologien zu tun.

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