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Iran bleibt stur - Brennstäbe für Teheraner Reaktor bald fertig

18:00 12/07/2010

Der Iran beschickt im August 2011 den Teheraner Forschungsreaktor mit Brennstäben aus auf 20 Prozent angereichertem Uran. Das teilt die iranische Nachrichtenagentur ISNA unter Berufung auf den Leiter der nationalen Atombehörde, Ali Akbar Salehi, am Montag mit.

MOSKAU, 12. Juli (RIA Novosti). Der Iran beschickt im August 2011 den Teheraner Forschungsreaktor mit Brennstäben aus auf 20 Prozent angereichertem Uran. Das teilt die iranische Nachrichtenagentur ISNA unter Berufung auf den Leiter der nationalen Atombehörde, Ali Akbar Salehi, am Montag mit.

Der Teheraner Kernreaktor wurde bereits vor der Islamischen Revolution 1979 gebaut. Der Iran behauptet, dass der Reaktor, der mit auf 20 Prozent angereichertem Uran arbeitet, zur Produktion von medizinischen Isotopen dienen soll.

„Wir haben rund 20 Kilogramm 20-prozentigen Urans produziert und sind dabei, Brennstäbe herzustellen. Ich hoffe, dass wir im August nächsten Jahres den Reaktor mit Brennstoff beladen“, zitiert die Agentur den Beamten.

Außerdem beginne das Land im Frühling 2011 mit dem Bau einer der zehn weiteren Urananreicherungsanlagen.

Ungeachtet der Besorgnisse der Weltgemeinschaft, insbesondere der Internationalen Atomenergieagentur IAEO, der Iran könnte waffenfähiges Uran herstellen, und der Sanktionen der UN-Sicherheitsrates setzt der Iran sein Atomprogramm fort.

Dem Iran war vorgeschlagen worden, sein gering angereichertes Uran gegen höher angereichertes zu tauschen, das im Ausland produziert wird. Jedoch zeigte sich die iranische Führung misstrauisch und forderte, den Austausch im Iran zu vollziehen. Sie kündigte auch an, weitere zehn Urananreicherungsanlagen zu bauen.

Um die Situation positiv zu lösen, hatten die Türkei und Brasilien im Mai mit dem Iran ein dreiseitiges Abkommen geschlossen, wonach der Tausch auf türkischem Territorium erfolgen sollte. Laut dem Abkommen sollte der Iran 1, 2 Tonnen niedrig angereichertes Uran in die Türkei schicken, um innerhalb eines Jahres 120 Kilogramm auf 20 Prozent angereichertes Uran zu bekommen.

Ungeachtet dessen nahm der UN-Sicherheitsrat eine weitere Resolution an, die härtere Sanktionen gegen das Land als die drei früheren vorsieht. Vorige Woche berichteten iranische Medien, dass Salehi die Wirkung der Sanktionen zugegeben, jedoch dabei behauptet habe, „die Sanktionen mögen zwar die Arbeit im Atombereich verlangsamen, könnten sie aber keinesfalls stoppen“.

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