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Kuba zur Freilassung weiterer politischer Gefangener bereit

09:39 21/07/2010

Die kubanischen Behörden, die vor kurzem die Freilassung von 52 politischen Gefangenen angekündigt haben, sind bereit, weitere Oppositionelle aus der Haft zu entlassen. Das teilte Kubas Parlamentschef Ricardo Alarcon am Dienstag in einer Konferenz der Interparlamentarischen Union in Genf mit.

MOSKAU, 21. Juli (RIA Novosti). Die kubanischen Behörden, die vor kurzem die Freilassung von 52 politischen Gefangenen angekündigt haben, sind bereit, weitere Oppositionelle aus der Haft zu entlassen. Das teilte Kubas Parlamentschef Ricardo Alarcon am Dienstag in einer Konferenz der Interparlamentarischen Union in Genf mit.

Wie er sagte, bestehe die Voraussetzung für die Freilassung darin, dass den in Frage kommenden Oppositionellen kein Mord zur Last gelegt wurde.

Die Freigelassenen würden dabei sowohl das Land verlassen als auch in Kuba bleiben dürfen.

Am Mittwoch, dem 7. Juli, hatten die kubanischen Behörden nach Verhandlungen mit Vertretern der Römisch-katholischen Kirche Kubas unter Vermittlung des spanischen Außenministers Angel Moratinos ihre Zustimmung für die Freilassung von 52 Oppositionellen gegeben. Ihnen wurde gestattet, ins Ausland auszureisen. 20 Freigelassene äußerten den Wunsch, nach Spanien zu gehen, wo ihnen Immigrantenstatus und Aufenthaltsgenehmigung gewährt werden. Elf von ihnen befinden sich bereits in Madrid.

Einige der Dissidenten beklagten allerdings, sie seien faktisch des Landes verwiesen worden, womit sie zu Flüchtlingen gemacht worden seien.

Nach Angaben der spanischen Nachrichtenagentur EFE gehören die Freigelassenen zur Gruppe 75, deren Mitglieder im Frühling 2003 verhaftet und zu Haftstrafen zwischen sechs und 28 Jahren verurteilt wurden.

Nach der Freilassung der 52 Gefangenen werden noch 115 Personen in den kubanischen Gefängnissen bleiben, denen politische Verbrechen zur Last gelegt werden, teilten kubanische Dissidenten mit.

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