Ausland
USA und Kanada suchen neue Argumente im Streit um Schelf-Grenzen
Thema: Arktis. Territorium des Dialogs
WASHINGTON, 27. Juli (RIA Novosti). Das dritte Jahr in Folge starten die USA und Kanada eine Forschungsmission, um ihre Ansprüche auf den arktischen Festlandsockel zu zementieren. Der Streit um die Rohstoffe des Nordpolarmeeres geht weiter.
Wie das US-Außenministerium mitteilte, soll die am 7. August beginnende Expedition unter anderem in der Beaufortsee sowie in der Nähe des ozeanischen Mendelejew-Rückens arbeiten, um die Außengrenze des kanadischen und des US-Kontinentalschelfs zu klären. Außerdem sollen „Informationen über jene Meeresgebiete gesammelt werden, wo die USA und Kanada mit den festgelegten Seegrenzen nicht einverstanden sind“, hieß es. Der Eisbrecher „Healy“ der US-Küstenwache sowie das kanadische Küstenwachschiff „Louis S. St-Laurent“ nehmen an der Mission teil.
Auch Russland sucht aktiv Argumente im Streit um den arktischen Schelf und dessen Rohstoffe. 2007 hatte eine russische Forschungsmission Grundproben im Nordpolarmeer entnommen, um zu beweisen, dass der Lomonossow- und der Mendelejew-Rücken eine unterseeische Fortsetzung der eurasischen Landmasse seien. Bei der damaligen Mission kamen die russischen Mini-U-Boote Mir-1 und Mir-2 zum Einsatz.

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