Ausland
Serbien legt UN-Vollversammlung Resolutionsentwurf zum Kosovo vor
Thema: Kosovo-Status
MOSKAU, 28. Juli (RIA Novosti). Sechs Tage nach dem Gutachten des Haager Gerichts, das die Kosovo-Unabhängigkeit als rechtens eingestuft hat, hat Serbien der UN-Vollversammlung einen Resolutionsentwurf mit dem Appell zu neuen Verhandlungen vorgelegt.
Wie die Agentur AFP unter Berufung auf das serbische Außenministerium berichtet, ruft der Entwurf zu neuen Gesprächen über noch offene Fragen zwischen Belgrad und Pristina auf, ohne den Status der abtrünnigen südserbischen Provinz zu erwähnen.
Anerkennung des Kosovo: Gegner, Befürworter und Unentschlossene. INFOgraphiken ![]()
Das Kosovo, das seit dem Nato-Angriff auf Jugoslawien im Jahre 1999 unter UN-Verwaltung stand, hatte im Februar 2008 mit Rückendeckung der USA und führender EU-Staaten seine Unabhängigkeit erklärt. Serbien verkündete, den Verlust von 15 Prozent seines Gebietes niemals zu akzeptieren. Die UN-Vetomächte Russland und China aber auch Indien und viele weitere Staaten betrachten das Kosovo weiter als Bestandteil Serbiens.
Geschichte des Kosovo-Konflikts. Infographiken ![]()
Serbien initiierte einen Prozess vor dem Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen. Am 22. Juni veröffentlichte das in Den Haag ansässige Gremium sein nicht-verbindliches Gutachten. Demnach ist die im Februar 2008 erfolgte Abtrennung des Kosovo von Serbien kein Verstoß gegen das Völkerrecht.

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