RIA Novosti

Ausland

Konflikt in Südamerika: UNASUR-Außenminister zu Krisentreffen in Quito

15:23 29/07/2010

MOSKAU, 29. Juli (RIA Novosti). Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Kolumbien und Venezuela und die Suche nach Instrumenten zur Festigung des Friedens in Südamerika steht im Mittelpunkt des Krisentreffens der UNASUR-Außenminister am Donnerstag in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito.

Die Union Südamerikanischer Nationen (La Union de Naciones Suramericanas, Abk.: UNASUR) ist eine politische und wirtschaftliche Organisation, die am 9. Dezember 2004 gegründet wurde und heute zwölf Staaten der Region vereinigt. Das sind Argentinien, Bolivien, Brasilien, Venezuela, Guayana, Kolumbien, Paraguay, Peru, Suriname, Uruguay, Chile und Ecuador.

In der vergangenen Woche hatte Kolumbien in einer außerordentlichen Sitzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Washington neue Beweise für die Präsenz kolumbianischer ultralinker Guerilla-Kämpfer aus der FARC und der Nationalen Befreiungsarmee auf dem venezolanischen Territorium vorgelegt. Der Präsident Venezuelas, Hugo Chavez, reagierte auf diesen Vorwurf am vergangenen Donnerstag mit dem endgültigen Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien. Venezuela rief seinen Botschafter aus Kolumbien ab, daraufhin beorderte Kolumbien seine Botschafterin aus Venezuela ebenfalls zurück.

Mehrere südamerikanische Staatschefs zeigten darauf ihre Bereitschaft, die Situation zu entspannen und bei der Konfliktlösung zu vermitteln. Ihre Vermittlungsdienste boten Ecuador, Brasilien und Argentinien an. Auch der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon schloss sich den Aufrufen der lateinamerikanischen Politiker an.

An die Spitze des Vermittlungsprozesses haben sich der Präsident von Ecuador, Rafael Correa, und der Ex-Präsident Argentiniens und UNASUR-Generalsekretär Nestor Kirchner gestellt.

Am 5. August soll Kirchner Caracas und einen Tag darauf Bogota besuchen, um die Situation mit der Landesführung von Venezuela und von Kolumbien zu besprechen.

Der Generalsekretär der UNO, Ban Ki Moon, appellierte bereits an Venezuela und Kolumbien, „die bilateralen Widersprüche durch einen Dialog zu lösen“.

Trotz der Krise hofft der venezolanische Präsident Hugo Chavez lateinamerikanischen Medien zufolge dennoch, dass sich die Beziehungen zu Kolumbien unter dem neuen Präsidenten Juan Manuel Santos, der den amtierenden Staatschef Alvaro Uribe ablösen wird, verbessern können.

Der im Juni gewählte Präsident Kolumbiens Juan Manuel Santos soll am 7. August sein Amt antreten und wird das Land bis 2014 regieren.

 

  • Add to blog
  • Send to friend
  • Share

in den Blog einfügen

Sie können den Link in Ihren Blog kopieren.

Video-Code:

Vorschau:

RIA NovostiKonflikt in Südamerika: UNASUR-Außenminister zu Krisentreffen in Quito

15:23 29/07/2010 Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Kolumbien und Venezuela und die Suche nach Instrumenten zur Festigung des Friedens in Südamerika steht im Mittelpunkt des Krisentreffens der UNASUR-Außenminister am Donnerstag in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito. >>

per E-Mail versenden

bitte alle Felder ausfüllen!

Artikel teilen

Digg Digg FacebookTwitter Twitter



  Рейтинг@Mail.ru   Rambler's Top100  
© 2012 RIA Novosti