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Atom-Streit mit Iran: USA wollen neuen Bunkerbrecher bauen – "Nesawissimaja Gaseta"

Thema: Atomstreit mit Iran

Atom-Streit mit Iran: USA wollen neuen Bunkerbrecher bauen – "Nesawissimaja Gaseta"
14:09 30/01/2012
MOSKAU, 30. Januar (RIA Novosti)

Die USA sind nicht in der Lage, Irans neue unterirdische Atomanlage zu zerstören, schreibt die Zeitung "Nesawissimaja Gaseta" am Montag unter Berufung auf das "Wall Street Journal".

Die stärkste Bombe der US-Armee ist 30 000 Pfund schwer. Dieser „Bunkerzerstörer“ wurde speziell zu diesem Zweck entwickelt und 2007 erstmals in New Mexico getestet. Jetzt haben Pentagon-Experten jedoch herausgefunden, dass die Bombe nicht ausreicht, um einige iranische Nuklearobjekte zu zerstören.

Bislang hat das US-Verteidigungsministerium 330 Millionen Dollar für den Bau von 20 bunkerbrechenden Waffen ausgegeben. Jetzt verlangt es vom Kongress weitere 82 Millionen Dollar.

Einige Experten warnen jedoch, dass konventionelle Waffen nutzlos wären, wenn      es sich um unterirdische Anlagen handelt, die unter etlichen Gesteinsschichten liegen. „Wenn die Anlagen in einem Berg verborgen sind, dann braucht man Waffen, die den Berg einreißen könnten“, so ein Pentagon-Mitarbeiter. Dabei kann es sich nur um Nuklearwaffen handeln.

US-Präsidenten Barack Obama hatte in Bezug auf Irans Atomprogramm bemerkt, dass weiterhin alle Optionen infrage kämen.

Der Bau einer neuen Superbombe würde natürlich eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Washington will jedoch jederzeit auf eine Konfrontation mit Teheran gefasst sein und ist gerade dabei, eine schwimmende Plattform mit Hubschraubern und Schnellbooten in den Persischen Golf zu schicken, die den US-Spezialkräften zur Verfügung steht.

Als Schwimmbasis soll das Transportschiff „Ponce“ dienen, das vor 41 Jahren von Stapeln gelaufen ist. Die US-Marine wollte die „Ponce“ abschreiben. Jetzt könnte sie aber wieder zum Einsatz kommen.

Während die USA den Iran weiter unter Druck setzen, hegt die IAEA nach wie vor die Hoffnung auf eine friedliche Lösung. In Teheran traf gestern eine Delegation mit dem IAEA-Vizechef Herman Nackaerts an der Spitze ein. Die Iraner äußerten die Hoffnung auf positive Verhandlungen. Außenminister Ali Akbar Salehi betonte, beide Seiten seien „an einem Ausweg aus dem Atom-Streit interessiert“.

In Teheran überlegt man sich zudem eine Antwort auf das von der EU vereinbarte Ölembargo. (Am 1. Juli wird der europäische Ölimport aus der Islamischen Republik gestoppt.) Im Parlament wird eine vorzeitige Einstellung der Öllieferungen nach Europa besprochen. Das wäre ein herber Rückschlag für Europa, das derzeit keine alternativen Energiequellen hat.

Auffallend ist, dass nicht alle US-Verbündeten Sanktionen gegen den Iran befürworten. Die Türkei will beispielsweise die Energie-Kooperation mit Teheran fortsetzen.

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